Gruppentraining

Die wichtigsten Punkte

  • dauerhaftes Training ermöglicht die Weiterentwicklung aller Teilnehmer
  • das Lernen erfolgt innerhalb der Gemeinschaft, die Teilnehmer helfen sich gegenseitig
  • verschiedene Trainingspartner und Übungen bieten konstante Herausforderungen
  • ein fortlaufender Lehrplan behandelt alle wichtigen Bereiche und wiederholt häufig zentrale Elemente
  • der Fokus auf Einzelaspekte führt zu hohem Tiefgang, während durch die Wiederholungen alle Aspekte integriert werden
  • leichter Einstieg für Anfänger, weil die Gruppe allen hilft und die Fortgeschrittenen immer aufpassen
  • es werden keine Vorkenntnisse und keine besondere Ausrüstung benötigt, um mit dem Training zu beginnen

Ablauf des Trainings

Die Gruppe absolviert das gesamte Training gemeinsam. Aufwärm- und Einstiegsübungen behandeln Grundwerkzeuge und Bewegungsmuster, während im Hauptteil das eigentliche Thema behandelt wird. Abschließend erfolgt eine Vertiefung des Gelernten unter Druck.

Im Umgang mit anderen Teilnehmer lernst Du jede Stunde etwas Neues. Für jeden Teilnehmer findet sich ein Partner, der mit der richtigen Intensität trainiert. Anfänger werden unterstützt und Fortgeschrittene gefordert.

Das Üben in einer Gemeinschaft ist abwechslungsreich und unterhaltsam. Durch die Fragen und Anmerkungen der Teilnehmer entwickelt jede einzelne Stunde einen besonderen Charakter.

Vor- und Nachteile

Die alltägliche Version jedes Trainings ist das fortlaufende und regelmäßige Üben in Gruppen. Dabei bietet dir Gruppentraining viele Vorteile: Durch die hohe Trainingsdichte können viele verschiedene Themen, Probleme, Situationen und Vorgehensweisen behandelt werden. Wir sind absolute Generalisten und müssen diverse Themen behandeln. Mit mehreren Trainingsstunden pro Woche kann man an vielen Punkten in die Tiefe gehen und trotzdem das gesamte Selbstschutztraining im Auge behalten.

Auch die Gruppenstruktur ist wichtig, schließlich ist nicht jeder Angreifer 1,80 cm groß und wiegt 100 kg. Mit vielen Partner zu üben, bereitet auf viele Gegner vor. Ein weiter und mir sehr wichtiger Grund: Kein Trainer kennt alle Antworten. In einer ausgewogenen Gruppe wird es immer neue Lösungsansätze geben und jeder Einzelne kann sich besser weiterentwickeln. Was kann der Boxer vom Grappler lernen und andersherum? Wie eine Frau sich an einem Ort umsieht, wird sich von einem Mann unterscheiden. Vielleicht gibt es Teilnehmer mit besonderen Erfahrungen, z.B. Polizisten, von der alle profitieren.

Ebenso bietet Gruppentraining organisatorische Pluspunkte. Je besser das Training abläuft, desto häufiger findet es statt. Je häufiger es stattfindet, desto mehr Wissen wird vermittelt. Gruppenangebote schaffen für den Veranstalter und den Teilnehmer gute Planbarkeit und somit Sicherheit. Feste Termine bieten Flexibilität für die Schüler. Sie ermöglichen jedem Teilnehmer sein Training unkompliziert in den eigenen Alltag einzubinden.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Nachteile des Gruppentrainings spiegeln die Stärken. Kein Teilnehmer besuchte alle Kurse, weshalb niemand jeden Aspekt des behandelten Themas mitbekommt. Ebenfalls können in der Gruppe individuelle Probleme untergehen. Ein guter Trainer begrenzt die Gruppengröße, sodass er alle im Blick hat. Natürlich werden auch Fragen gestellt und beantwortet. Aber vielleicht brauchst Du gar keine gute Schlagtechnik, sondern musst an Deinen ethischen Hemmschwellen arbeiten. Was bringt es, schnell und hart gegen den Sandsack zu schlagen, wenn jede Schlagbereitschaft schwindet, sobald das Ziel ein Mensch ist? Diese Feinheiten gehen leicht in der Gruppe unter. Alle Teilnehmer werden sich gut im Gruppentraining entwickeln. Trotzdem lernen einige nicht das, was sie brauchen oder mit einer ineffizienten Methode. Immerhin fokussiert das Gruppentraining die Gruppe und nicht den Einzelnen.

Ich bin ein großer Fan vom Gruppentraining. Es ist meiner Meinung nach aber entscheidend, nichts zu idealisieren, wenn es um realistischen Selbstschutz geht. Du musst wissen, was Dir das Gruppentraining bringt und was nicht. Wenn Du jetzt angesprochen bist, wunderbar. Ich gebe momentan dreimal in der Woche öffentlich zugängliches Selbstschutztraining im Fight Gym Hamburg. Komm einfach vorbei und probiere es aus. Falls Du Teil einer Firmengruppe, eines Sportvereins, mit Deinen Freunden oder in einer sonstigen Gemeinschaft bist und Interesse an dem Gruppentraining hast, dann melde Dich bei mir.